Tierschutzverein für den Kreis Birkenfeld e.V.
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Aktuelles aus dem Tierschutz

Genau hinschauen bei Ostereiern (14.04.2019)

 

Wer an Ostern den Tierschutz mit im Blick hat, sollte beim Kauf der Ostereier auf Eier aus artgerechter Haltung zurückzugreifen. Dazu rät der Tierschutzverein für den Kreis Birkenfeld e.V. Vorsicht ist bei bereits gefärbten oder verarbeiteten Eiern geboten, denn dort besteht keine Kennzeichnungspflicht. Für den Verbraucher ist also nicht ersichtlich, aus welcher Tierhaltung die Eier stammen. Kennzeichnen Hersteller oder Supermärkte Produkte oder gefärbte Eier nicht freiwillig, besteht Gefahr, dass sie von Hühnern stammen, die in Käfigen leben.

 

„Vielen Verbrauchern ist nicht bekannt, dass es in Deutschland noch immer Eier aus Käfighaltung gibt – wenn auch nur in verarbeiteten Produkten, etwa Eierlikör, Nudeln, Gebäck oder Fertigprodukten“, sagt Marie-Christine Klos Vorsitzende des Tierschutzvereins für den Kreis Birkenfeld e.V.. Obwohl die Angabe der Haltungsform, anders als bei frischen Schaleneiern, auch auf den bunt gefärbten Eiern nicht verpflichtend ist, haben viele Handelsunternehmen mittlerweile auf den Druck der Tierschützer und auf den Wunsch vieler Verbraucher reagiert. Wenn man sich in Supermärkten umsieht, machen viele freiwillig eine Angabe zur Haltungsform. Der Großteil der bunten Eier stammt heute aus Bodenhaltung. Dennoch: Steht nichts Gegenteiliges auf der Verpackung, so handelt es sich meist um Käfigeier. Der Tierschutzverein für den Kreis Birkenfeld e.V. fordert daher gemeinsam mit seinem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund, eine verpflichtende Kennzeichnung mit den Ziffern 0 bis 3, analog zu den frischen Eiern. Bis dahin appellieren die Tierschützer, auf nicht gekennzeichnete Produkte zu verzichten und Eier aus artgerechterer Haltung, etwa Bio-Eier oder Eier mit dem Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes, zu kaufen und selbst zu färben.

 

Fast dreieinhalb Millionen Legehennen in Deutschland leben in sogenannten Kleingruppen-Käfigen. Neun Prozent der in Deutschland produzierten Eier stammen aus dieser Haltungsform, hinzu kommen importiere Käfigeier aus dem Ausland. Die Tiere haben dort nur etwas mehr Platz als eine DIN-A4-Seite. In der drangvollen Enge können sich die Hennen kaum bewegen. Zwar sind die Kleingruppen-Käfige mit Sitzstangen, einer Art Nest und einem kleinen Platz zum Sandbaden und Scharren ausgestattet. Diese Einrichtungen können die Tiere aufgrund des Platzmangels aber kaum nutzen. Damit treten die gleichen Probleme wie in den mittlerweile verbotenen Käfigbatterien auf – die Hennen leiden an Stress, Verhaltensstörungen sowie Verletzungen. Erst ab 2025, mit Ausnahmen erst ab 2028, ist die Haltung in Kleingruppen-Käfigen gesetzlich verboten. 


Ostern tierfreundlich feiern (10.04.2019)

 

Während der Osterhase zum Fest bunte Eier und Schokolade bringt, landen Kaninchen oftmals als Braten auf der Festtafel. Was viele nicht wissen: Mastkaninchen stammen zum Großteil aus Käfighaltung. Die Tiere haben dort keinen Bewegungsfreiraum und fristen ihr Dasein auf Gitterböden. Der Tierschutzverein für den Kreis Birkenfeld e.V. rät daher dazu, auf tierfreundliche Alternativen zum Osterfest zurückzugreifen.

 „Für den Verbraucher, der Kaninchenfleisch im Supermarkt kauft, ist leider meist nicht zu erkennen, woher das Fleisch stammt. Kommerziell gehaltene Kaninchen leben in der Regel in engen Drahtkäfigen – eine Haltung, die absolut tierschutzwidrig ist und die man nicht unterstützen sollte“, sagt Marie-Christine Klos Vorsitzende des Tierschutzvereins für den Kreis Birkenfeld e.V..

Mastkaninchen, die sich das natürliche, bewegungsfreudige Verhalten ihrer wilden Vorfahren bewahrt haben, sind in der Mast meist in eintönige, enge Käfige gepfercht. Sie leiden unter dem geringen Platzangebot und ungenügenden Rückzugsmöglichkeiten. Die Haltung auf perforierten Böden kann zu Pfotenverletzungen und –geschwüren führen. Hinzu kommen Verhaltensstörungen, wie Aggressivität oder Stereotypien, die durch das mangelnde Platzangebot und nicht ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten hervorgerufen werden.

Tierfreundlichere Alternativen

Im Gegensatz zur Schweiz gibt es in Deutschland bisher keine Ansätze einer artgerechten Kaninchenhaltung. Eine wirklich tierfreundliche Alternative sind daher vegetarische oder vegane Festtagsessen, die sich zahlreich in Kochbüchern und im Internet finden – Nuss-, Maronen- und Pilzbraten oder auch ein veganer „Falscher Hase“ sind beispielsweise leckere Varianten zum Fest. Darüber hinaus gibt es viele weitere Oster-Rezepte, zum Beispiel für einen tierfreundlichen Osterbrunch. So sind unter anderem auch der süße Hefezopf oder das klassische „Osterlamm“ im Handumdrehen vegan zubereitet.